Indien: Ein Test für alle Sinne

Nach Indien muss man definitiv irgendwann einmal reisen. Durch meine Patenschaft von tibetischen Kindern *, die in Dharamsala leben, war es naheliegend, dass ich sie einmal besuchen würde. Mir war es immer sehr wichtig nicht nur Geld zu überweisen, sondern eine Beziehung mit den Kindern zu haben. So habe ich mich entschieden ein Yoga-Retreat in Kerala (Südindien) mit einem Besuch in Dharamsala zu verbinden.

Indien ist alles und noch viel mehr, vor allem aber alles überdimensional anders: Lärm, Farben, Chaos, viele Menschen, Dreck, Hitze, Armut. Mit Indien ist das für mich so eine „Love Hate“-Sache. Ich liebte die Gegensäte, das Unbekannte, die Farben und hasste zugleich den Lärm, das Chaos und vor allem die unsägliche Armut. In Indien muss man es nehmen wie’s kommt, denn es folgt seinem ganz eigenen Rhythmus.

Nebst Dharamsala, welches sehr Tibetisch geprägt ist, und Kerala, machte ich eine Privatrundreise mit Chauffeur von Jaipur, über Agra nach Delhi. Vor allem in Jaipur haben mich die Paläste und Farben der Märkte in ihren Bann gezogen. Auch Fatehpur Sikri – auf dem Weg nach Agra – und natürlich Agra sind „must-see“ Orte. Ich bin stundenlang mit meiner Kamera auf Entdeckungsreise gegangen. Ein paar Eindrücke sehen Sie hier.

Auch wenn Indien nicht gerade zuoberst auf meiner Reiseliste steht, weiss ich, dass ich irgendwann zurückkehren möchte. So vieles gibt es noch zu entdecken. Und wer weiss, vielleicht entsteht eines Tages daraus sogar einmal ein Yoga Retreat in Goa oder Kerala.

* Nach meiner Reise ins Tibet im Jahr 2005 nahm ich eine erste Patenschaft an. Über die Jahre habe ich bis zu fünf Kindern im Tibetan Chilrden’s Village in Dharamsala unterstütz. Mittlerweile sind vier der Kinder aus der Schule ausgetreten: zwei sind mit ihren Familien nach Europa umgezogen, einer ist ins Tibet zu seiner Familie zurückkehrt und der andere hat eine Stelle in einem indischen Kloster angetreten, wo er jungen Mönchen Tibetisch lernt (mit ihm bin ich auf Instagram in regelmässigem Kontakt). Und der letzte „meiner Kinder“ studiert Recht und wird in etwa vier Jahren als Anwalt abschliessen, wobei ich ihn finanziell unterstütze. Auch mit ihm bin ich in regelmässigem Briefkontakt. Dieses Engagement ist mir eine Herzenssache – etwas von meinem grossen Glück an andere Menschen zurückzugeben – und ich bin sehr stolz auf alle „meiner Kinder“. Für die Zukunft wünsche ich ihnen nur das Beste, und dass sie ihre Träume verwirklichen können.